Chancen und Grenzen der Homöopathie

Die besten Heilerfolge kann man erreichen, wenn man die homöopathischen und die  schulmedizinischen Behandlungsmethoden in richtiger Kombination anwendet. In manchen Fällen kann man voll auf eine schulmedizinische Medikation verzichten. In anderen Fällen kann eine bestimmte Dauermedikation unter Kontrolle langsam reduziert werden. Es gibt schulmedizinische Medikamente, die man nicht weglassen kann. Alle diese Entscheidungen muss der homöopathisch tätige Arzt jedes Mal sehr individuell treffen.              Die Homöopathie geht davon aus, dass Krankheitssymptome nicht die Krankheit selbst sind, sondern


 Reaktionen auf Störursachen, die zeigen, dass der Körper selbsttätig wieder das Gleichgewicht herstellen will. Ziel der homöopathischen Behandlung ist es, mit dem richtigen homöopathischen Mittel, der passenden Potenz, dem richtigen Zeitpunkt der wiederholten Einnahme und anderen Begleitmaßnahmen das Gleichgewicht im Organismus wieder herzustellen und damit den gesunden Zustand zu erreichen. 

Bei manchen sehr schweren, langjährigen Erkrankungen kann man leider den vollen gesunden Zustand nicht mehr erreichen, aber eine deutliche Linderung der Beschwerden ist oft möglich. Gleichzeitig manche langwierigen Krankheiten wie z. B. Heuschnupfen, Bronchialasthma und Neurodermitis lassen sich durch eine homöopathische Behandlung dauerhaft lindern oder sogar ganz ausheilen. Viele akute Erkrankungen, Krankheiten im Kindesalter und psychosomatische Krankheiten können besonders gut und schnell mit Homöopathie ausgeheilt werden.


Homöopathie

Nachfrage nach der Homöopathie steigt ständig, insbesondere, weil sie, richtig angewendet, nebenwirkungsfrei und sehr effektiv ist. Trotz der Popularität des Begriffs "Homöopathie" fällt vielen eine exakte Definition oder die Abgrenzung zur Pflanzenheilkunde, der Phytotherapie, schwer. Der Begriff "Homöopathie" stammt aus der griechischen Sprache und kann mit "ähnliches Leiden" übersetzt werden. Damit ist gemeint, dass in der Homöopathie eine Erkrankung mit einer kleinen Menge eines Naturstoffs behandelt wird, die am gesunden Menschen, in größerer Dosis verabreicht, zu ähnlichen Symptomen führt, wie sie für eine bestimmte Erkrankung charakteristisch sind. Z. B. kommt es nach Einnahme einer Zubereitung aus dem wilden Jasmin zu Fieber und Abgeschlagenheit, also zu typischen Grippesymptomen. Somit ist leicht nachvollziehbar, dass der wilde Jasmin entweder allein oder häufig als wichtiger Bestandteil in homöopathischen Grippemitteln verwendet wird. Diese sogenannte "Ähnlichkeitsregel" (lat. Similia similibus curentur) bildet eines der drei Grundprinzipien der Homöopathie.

Similia similibus curentur:  Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden.
Als Geburtsjahr der Homöopathie gilt das Jahr 1796. Damals formulierte der Arzt, Chemiker und Apotheker Dr. med. habil. Samuel Hahnemann (1755-1843) dieses Prinzip. Nun, mehr als 200 Jahre später, gewinnt die Homöopathie weltweit kontinuierlich an Bedeutung und findet immer mehr Anhänger.



Homöopathische Medikamente basieren auf natürlichen Stoffen in extremer Verdünnung (Potenzen) und kommen dadurch dem wachsenden Widerwillen vieler Patienten gegenüber chemischen Präparaten entgegen. Die Therapie selbst wird als nicht bedrohlich empfunden und verkörpert daher in geradezu idealer Weise eine "sanfte" Medizin.
Die wichtigsten Merkmale der Homöopathie sind die gezielte Arzneimittelwahl mit Hilfe der Ähnlichkeitsregel, die sich nach individuellen Krankheitszeichen und Persönlichkeitsmerkmalen des Patienten richtet sowie die Verwendung der Arzneimittel in potenzierter Form.